Překlad / Übersetzung: Jana Pražáková, 2026
In der verlassenen Försterei, die an dieser Stelle als einziges erhaltenes Gebäude der ehemaligen Siedlung Verlorenwasser stand, lebte in den Jahren 1956–1971 der Einsiedler Vlastimil Beran. Er pflegte unermüdlich um die umliegenden Wälder. Von Zeit zu Zeit begab er sich auf lange patriotische Reisen, mit dem Fahrrad und zu Fuß, in der kritischen Zeit der 1960er Jahre mit dem Gedanken der tschechisch-slowakischen Verbundenheit. Durch sein tägliches Handeln und seine Schriften war er in vielerlei Hinsicht ein Mensch des 19. Jahrhunderts. In den letzten Jahren seines Lebens hier entging er nicht dem Interesse der Medien und vieler Besucher – aufgrund seiner Eigenart, seiner offensichtlich gemeinnützigen Arbeit und seiner predigerischen Fähigkeiten. Nach dem Einsturz des Daches der Försterei lebte er lebte er kurze Zeit in Sauchbach (Svinný Potok), wo er seine „Lebensbeichte“ verfasste, doch wegen seines verschlechternden Sehvermögens geriet er in eine Pflegeeinrichtung, wo er 1983 im Alter von 86 Jahren nach traurigen Jahren der Blindheit fremden Umgebung starb. Er hat kein Grab, sondern nur eine Urne, die in einen Stein in einem privaten Garten im Vorgebirge der Beskiden eingelassen ist.
„Ich habe die Äste der Bäume schön zurückgeschnitten und viele Steine gesammelt. Die Wälder sind schöner geworden, es geht ihnen besser und sie können freier atmen; das Waldunkraut frisst sie nicht mehr so sehr auf, schädliche Insekten plagen sie nicht, die Waldrinnen für den Abfluss von Regenwasser sind gereinigt, die Bäume wachsen nun ungehindert und ohne Astknoten an Kraft, die Regenfeuchtigkeit gelangt ungehindert zu den Wurzeln, der Boden atmet gesund, ist aufgelockert und belüftet, hat keine tiefen, ungesunden Schatten mehr, das Myzel kann sich nun ungehindert ausbreiten, was für die Wälder wohltuend ist, verrottete Baumstümpfe sind im Wald verteilt, damit alle Bäume vom Zersetzungsprozess profitieren und eine reichhaltigere Auswahl an nährstoffreichem Humus erhalten; in der gesamten weitläufigen Waldumgebung ragt kein Baumstumpf mehr empor, trockene Äste peitschen nicht mehr hässlich durch die rauschende Waldlandschaft; wo das Auge hinschaut, sieht es Ordnung und Sauberkeit, auch auf den Waldwegen. Ich freue mich über diese nützliche Arbeit und danke der Liebe Gottes, dass sie mir erlaubt, sie zu verrichten, und dass sie sie segnet.“ (Juli 1961)
„Ich erinnere mich erneut: Du bist gestorben, große Einsamkeit von Verlorenwasser. Und mich, deinen Einsiedler, hast du von deinen azurblauen Höhen hierher geschickt, in diese tiefen Talwände /am Svinný Potok/, wo ich seit sechs Monaten und vielen Tagen, die diesen gleichen, nach dir trauere. Ich nahm Abschied von dir in unaussprechlicher Trauer, doch du hast es nicht mehr gehört, du warst tot. Bis in die letzten Augenblicke blieb ich, dehgetan. Vom Kreuz zum Bild der Sieben-Schmerzen-Jungfrau Maria am Waldrand an der Quelle des kristallklaren Wassers, vom Bild zum Kreuz wanderten meine dankbaren, liebevolle Schritte mit dir. Du bist gestorben, mir treu, in meinen Armen. Eine solche Treue habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Wir liebten uns aufrichtig, Du hast mir nie Du hast mir nie wehgetan. Mit dir teilte mein Herz jede Freude, jeden Kummer so kameradschaftlich treu, so kindlich und zugleich altmännisch rührend. Wir sagten uns, dass wir ohne einander vielleicht gar nicht leben könnten … Doch du bist mir gestorben, und ich bin nicht mehr dein Einsiedler.“ (Oktober 1971, Abschied von der Einsiedelei nach dem erzwungenen Weggang)





